Auf dem Kastanienhof lernen Kinder nicht nur reiten. Sie lernen, Pferde zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen aufzubauen.
Unsere Ponys sind für uns nicht nur Lehrpartner. Sie sind Persönlichkeiten, Freunde und ein wichtiger Teil unseres Hoflebens.
Diese Haltung prägt jede einzelne Stunde.
Mit Hippokidz bieten wir Kindern einen behutsamen und durchdachten Einstieg in das Reiten – und in ein echtes Leben mit Pferden.
Meine Ausbildung im Hippolini-Konzept war eine sehr wertvolle Grundlage für meine Arbeit mit Kindern und Ponys. Hippolini vermittelt klare Strukturen, kindgerechte Methodik und einen respektvollen Zugang zum Pony.
Im Laufe vieler Jahre praktischer Arbeit auf unserem Hof ist daraus jedoch ein eigenes Konzept gewachsen. Ein Ansatz, der die ursprünglichen Bausteine achtet, sie aber bewusst weiterentwickelt – getragen von pädagogischer Erfahrung, reitfachlichem Wissen und einer tiefen Wertschätzung für das Lebewesen Pferd.
Dieses weiterentwickelte Konzept wird auf unserem Hof unter dem Namen Hippokidz umgesetzt.
Für mich steht ein Gedanke immer im Mittelpunkt:
Jedes Kind ist einmalig – und jede Stunde sollte es auch sein.
Das bedeutet:
Stunden werden individuell angepasst – an das Kind und seine Entwicklung sie orientieren sich an der jeweiligen Situation im Stall und auf dem Hof sie berücksichtigen das jeweilige Pony mit seinem Charakter und Temperament Ein gutes Konzept darf nie starr sein.
Es muss lebendig bleiben.
Der Unterricht verbindet pädagogische Erfahrung mit Elementen der BKR-Sitzschulung, medizinischem Wissen über kindliche Körperentwicklung und vielen Jahren praktischer Arbeit mit Kindern und Pferden.
Wir arbeiten nicht mechanisch „von außen nach innen“, sondern von innen nach außen – mit Körpergefühl, Ruhe und Freude an Bewegung.
Von Beginn an lernen Kinder bei uns:
Pferde werden nicht mit einschränkenden Hilfsmitteln geritten.
Alle Hilfsmittel dienen ausschließlich
So wird beispielsweise eine Gerte lediglich als Richtungsanzeiger oder feiner Impulsgeber genutzt – niemals als Mittel, um Druck auszuüben.
Kinder erleben dadurch früh, dass Pferde sensibel, klug und kooperativ reagieren, wenn wir ihnen respektvoll begegnen.
Wenn Kinder verstehen, wie Pferde denken, fühlen und lernen, entsteht ganz von selbst
Kinder, die dieses Wissen verinnerlichen, reiten nicht gegen Angst oder Spannung, sondern mit Ruhe, Klarheit und Bewegungsfreude.
Freiarbeit und Bodenarbeit sind bei uns kein Zusatzprogramm – sie sind ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts.
Bevor ein Kind auf dem Pferd sitzt, lernt es:
Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage für späteres feines Reiten.
Zu Beginn teilen sich drei bis vier Kinder ein Pony.
Die Kinder wechseln sich bewusst ab:
Reiten
mit dem Ziel eines ausbalancierten und später unabhängigen Sitzes.
Mitführen
Dabei lernen Kinder, das Pony über Körpersprache, Bewegung und Energie zu führen.
Beobachten und Mitbegleiten
Auch das Zuschauen ist ein wichtiger Teil des Lernprozesses.
Zwischen den Übungsphasen darf gelacht, gespielt oder getobt werden.
Doch sobald ein Kind am Pony ist, kehrt die Konzentration zurück.
Mit wachsender Erfahrung verändert sich die Gruppenstruktur. Aus drei oder vier Kindern am Pony werden zwei.
Die Kinder unterstützen sich gegenseitig und übernehmen mehr Verantwortung. Schließlich entsteht der Übergang zum Unterricht mit einem Kind und einem Pony.
Alle Kurse bauen aufeinander auf und führen die Kinder Schritt für Schritt
Mit Hippokidz ermöglichen wir Kindern einen behutsamen Einstieg in ein eigenverantwortliches Reiter- und Pferdeleben.
Deshalb gehört zum Unterricht immer auch:
Reiten bedeutet bei uns nicht nur, auf dem Pferd zu sitzen. Es bedeutet, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen.
Kinder, die im Umgang mit den Ponys und im Reiten ein gewisses Maß an Sicherheit erreicht haben, dürfen bei uns Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen.
Sie dürfen
früher zum Unterricht kommen
in den Ferien Zeit auf dem Hof verbringen
bei anderen Gruppen helfen
bei der Versorgung der Ponys unterstützen.
So entsteht ein echtes Hofleben, in dem Kinder erleben, wie wertvoll es ist, Teil einer Gemeinschaft mit Mensch und Tier zu sein.
Der Einstieg in die Hippokidz ist möglich, sobald Kinder eingeschult sind.
Die Kurse begleiten die Kinder jeweils über ein Schulhalbjahr hinweg. So entsteht eine feste Gruppe, in der Vertrauen wachsen kann.
Alle Kurse bauen aufeinander auf, sodass sich Kinder Schritt für Schritt weiterentwickeln können. Die Gruppen bleiben während eines Halbjahres bewusst konstant, um einen geschützten Rahmen zu schaffen.
Kinder, die aktiv an einem Kurs teilnehmen, haben Vorrang bei der Platzvergabe für das nächste Halbjahr, damit ihr Lernweg kontinuierlich weitergeführt werden kann.
Der Kastanienhof ist für viele Kinder ein Ort, an dem sie zur Ruhe kommen, wachsen und sich selbst entdecken können.
Hier entstehen Freundschaften – zwischen Kindern und Ponys.
Hier lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen zu entwickeln und über sich hinauszuwachsen.
Und manchmal reicht schon ein Moment im warmen Ponyfell, ein leises Schnauben oder ein gemeinsamer Schritt über den Hof, um zu spüren:
Hier beginnt eine besondere Beziehung zwischen Mensch und Pferd.
„Interesse an einem Hippokidz-Kurs?“
Die Hippokidz-Gruppen begleiten Kinder über einen längeren Zeitraum und bauen schrittweise Fähigkeiten, Selbstvertrauen und Verantwortung im Umgang mit den Pferden auf. Die Gruppen sind bewusst klein und konstant, sodass die Kinder in einer vertrauten Gemeinschaft lernen können. Wechsel innerhalb der Gruppen finden in der Regel nicht statt.
Die Kurse laufen schulhalbjahresbegleitend und umfassen etwa 15–18 Termine pro Halbjahr (außerhalb der Schulferien).
In den Einstiegsgruppen teilen sich mehrere Kinder ein Pony. So können die Kinder zunächst in Ruhe ankommen, Vertrauen aufbauen und erste
Erfahrungen im Umgang mit den Ponys sammeln.
Die Einheiten dauern 60 Minuten und kosten 30 € pro Kind und Termin.
Mit zunehmender Erfahrung übernehmen die Kinder mehr Aufgaben rund um das Pferd. Sie lernen schrittweise, die Ponys eigenständig zu putzen, zu satteln und zu trensen. Dadurch verlängert sich die gemeinsame Zeit mit den Pferden auf 75–90 Minuten. In dieser Phase kostet eine Einheit 40 € pro Kind.
In den späteren Reitgruppen steigen Kinder ein, die ihr Pony bereits selbstständig vorbereiten können. Hier steht das Reiten stärker im Mittelpunkt. Die Kinder haben etwa 45 Minuten reine Reitzeit, zusätzlich zur Vorbereitung der Pferde. Durch die bewusst kleinen Reitgruppen können die Kinder besonders gut lernen und individuell begleitet werden.
Wir bemühen uns, dass jedes Kind im Laufe der Zeit sein passendes, festes Pony finden kann. Auch in diesen Gruppen beträgt der Preis 40 € pro Einheit.
Zurück zu Reitunterricht & Freiarbeit